Der Wettbewerb im Bankenmarkt ist intensiv wie nie zuvor. Ausgetragen wird er nicht nur auf dem Feld von Marketing, Vertrieb oder Produktentwicklung: Auch die Qualität der Methoden und IT-Werkzeuge für die Risikosteuerung entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit eines Finanzinstituts. Nur wer in der Lage ist, seine Risikoexposition für jeden einzelnen Kunden und jedes einzelne Produkt exakt, nachvollziehbar und zuverlässig zu kalkulieren, kann die richtigen Entscheidungen etwa zu Kreditvergabe, Risikomix oder Zinssätzen fällen.
Zugleich ist eine maximale Transparenz der Risiken die Voraussetzung für eine optimale Kalkulation der Eigenmittelunterlegung, wie sie von den Aufsichtsbehörden vorgeschrieben ist. Für jedes Kreditengagement müssen Banken eine Sicherheit von bis zu acht Prozent der Kreditsumme hinterlegen. Banken haben jedoch ein Interesse daran, dass diese Eigenmittelunterlegung (EMU = Regulatory Capital) so gering wie möglich ausfällt, da sie große Mengen an Liquidität bindet.